Eidg. Munitionsfabrik Thun
Ursprung
Der Beschluss zur Gründung eines eidg. Laboratoriums (später Eidg. Munitionsfabrik genannt) anstelle der wenig leistungsstarken Feuerwerker-Kompanien jener Zeit, datiert aus dem Jahre 1861. Initiant dieses Antrages an die Bundesversammlung war der damalige Artillerie-Inspektor und spätere General Karl Johann Herzog.

 

Entwicklung
Dem zunehmenden Munitionsbedarf folgend, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein ansehnlicher Betrieb, welcher heute ca. 1'300 Personen beschäftigt und zur Zeit einen Jahresumsatz von rund 100 Millionen Franken aufweist. Nicht zuletzt aus sicherheitstechnischen Gründen verteilen sich die Anlagen mit ca. 250 Gebäuden auf einer Fläche von rund 200'000 m2.

 
Aufgaben
Die MFT erfüllt ihre Aufgaben als Beitrag zur Landesverteidigung nach modernen wirtschaftlichen und industriellen Gesichtspunkten im Rahmen der Gruppe für Rüstungsdienste. Nahezu der gesamte Produktionsausstoss ist für die Armee bestimmt und umfasst:
- Munition für Hand- und Faustfeuerwaffen
- Munition für Artillerie
- Raketenmunition
- Fliegermunition
- Zünder
- pyrotechnische Munition
- Zünd- und Sprengkapseln
- Minen und Sprengladungen
- Atemschutzmaterial
 und Sportmunition für Schützenvereine sowie Industrie- und Schlachtmunition für Handel und Gewerbe.
Nebst der Neufabrikation sind auch ständig überalterte Munitionsposten zu vernichten oder andere bedürfen einer Revision, um auch nach jahrelanger Einlagerung garantiert funktionstüchtig zu sein.