Dank Stäheli’s Aufzeichnungen

In die Hände eines Kollegen fiel durch Zufall eine Biographie über Konrad Stäheli, den "grossen Meister der Schiesskunst". Darin sind alle internationalen Wettkämpfe von 1898 bis 1914 (die der Ostschweizer während dieser Zeit bestritt) aufgezeichnet, mit genauen Angaben über die verwendete Munition sowie deren Herkunftsland.
In Turin 1898 und in Loosduinen 1899 schoss er mit Schweizerischer Munition. Um 1900 in Paris versuchte er es mit einem holländischen Fabrikat, in Luzern 1901 wiederum mit Schweizer Patronen. Von 1902 bis 1909 schoss er alle Matchs mit italienischer Munition!

Durchbruch der neuen Schweizer Patrone!

Ab 1910 kam eine Schweizerische Spitzpatrone, die sogenannte GP 08 - die Vorläuferin der GP11 - zum Einsatz. Mit dieser Patrone waren die Schweizer Matcheure in Sachen der Präzision den anderen Staaten weit überlegen. Eine wahre Erfolgsserie nahm ihren Anfang. Anlässlich des Internationalen Matchs von Rom 1911 gewann die Schweiz mit einem Vorsprung von 309!!! Punkten vor den Franzosen den Wettkampf, was den französischen Präsidenten Merillon zum Ausdruck "C’est une cartouche terrible!" verleitete.