Die Qual der Wahl

Aus Platzgründen muss der Sammler wissen, welche Patronen er sammeln will. Auf dem Gebiet der Hand- und Faustfeuerwaffen unterscheiden wir folgende Arten von Muntion: Papierpatronen für Perkussionswaffen, Randfeuerpatronen, Stiftzündpatronen, Jagd- und Sportmunition, Zentralfeuerpatronen, Militärpatronen, sowie Industriemunition.
    Wie wir sehen, steht uns eine ganze Palette von verschiedenen Patronenarten zur Verfügung. Eine weitere Entscheidung drängt sich auf. Soll man nur Einzelpatronen sammeln, oder will man die dazugehörigen Schachteln und Verpackungen ebenfalls sammeln? Dies ist in der Regel meist eine Platz- und Zeitfrage. Natürlich ist es besonders interessant, wenn zu jeder Patrone zusätzlich die entsprechende Verpackung vorhanden ist. Meine Sammlung besteht, ausser Grosskaliber, aus der gesamten Palette Schweizer Munition.

 
 

 
 

Aus der Geschichte der Matchpatrone

Mein ganz besonders Interesse galt und gilt immer noch dem Sammeln Schweizer Munition. Ein Spezialgebiet besonderer Art ist das Suchen nach schweizerischer Matchmunition aus früherer und heutiger Zeit. Waffen und Munition waren immer schon ein besonderes Thema unter Schützenfreunden und Sammlern. Leider kam dabei die Munition, die ja ebenso wichtig ist, zu kurz.
    Der erste Internationale Match fand anno 1897 in Lyon statt. Wie wir wissen verwendete die Schweizer Armee zu dieser Zeit die Patrone GP 90/03 mit Stahlkappe cal. 7,5 mm. Die Schweizer Matchschützen benutzten dieselbe Patrone, aber mit einem langen Bleigeschoss ohne Stahlkappe. Auffallend ist dabei das stark gefettete Papier, worin das Geschoss eingewickelt ist. Anscheinend waren die Schützen - wie wir nachstehend sehen - nicht immer zufrieden mit dieser Patrone. Leider sind nur sehr wenige Unterlagen über diese verwendete Munition zu finden.