Die Bündner Jagdpatrone 10,3 x 60 R            
 

Autor  Werner Ramseyer
 

 

Die Herkunft

 

Mann sieht der dicken Dame die Herkunft gut an. Es handelt sich um eine 450/400 Englisch Express. Wie diese Patrone in den Kanton Graubünden, den grössten Schweizer Kanton, mit einer langen und heute noch intensiv gelebten Jagdtradition gekommen ist, bleibt allerdings unklar.

Sicher ist, dass diese Patrone bereits um die Jahrhundertwende (1900) von Schweizer Büchsenmachern mit aus Deutschlandbezogenen Komponenten geladen wurde. Das Ende des ersten Weltkrieges brachte dann die Grosse Änderung. Der jähe Wechsel

Von der Kriegs- und Friedensproduktion zwang die beiden Eidgenössischen Munitionsfabriken Altdorf und Thun zur Diversifikation. Mann hat sich dabei abgesprochen. Im Jahre 1919 begann man in Thun mit der Entwicklung und Fertigung von Sportmunition, in Altdorf startete man mit verschiedenen Kalibern von Jagdmunition.

 
 

Die Familie der 10,3 x 60 R (von links nach rechts)

  • 1. Gruppe: 102 TM, 102a V

  • 2. Gruppe: 170 T, 170 V,170 V mit reduzierter Ladung

  • 3. Gruppe: 270 T, 270 V, 270 H

  • 4. Gruppe: RWS KS, RWS VMS, RWS SG

 
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